Antifa Café: ROJAVA VERTEIDIGEN! ERDOGAN UND DER KRIEG IN NORDSYRIEN @ekh

ROJAVA VERTEIDIGEN!
ERDOGAN UND DER KRIEG IN NORDSYRIEN
(Diesmal am 4. Dienstag des Monats)
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Diskussionsveranstaltung mit dem kurdischen Frauenverband Avesta und dem Aktivisten und Autor Anselm Schindler

Die Ankündigung Donald Trumps, die US-Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, und damit Erdogans Einmarschplänen grünes Licht zu geben, hat weit über Rojava hinaus für Empörung und Wut gesorgt. Denn der Aufbruch der Frauen und der Demokratie in den mehrheitlich kurdischen Gebieten im Norden des umkämpften Landes ist spätestens seit der Schlacht um Kobani und dem
Kampf gegen den IS auch im Bewusstsein der bürgerlichen Öffentlichkeit angelangt und erfährt weit über linken Kreise hinaus Zuspruch.

Rojava zeigt, dass es möglich ist, im Windschatten der Kriege um
Westasien erfolgreich gegen Patriarchat und Herrschaft zu revoltieren. In den letzten Jahren konnte sich der Aufbau von radikaldemokratischen Strukturen durch den Kampf gegen den IS weit über kurdische Gebiete hinaus ausbreiten. Doch durch den US-Truppenabzug steht der Aufbruch in Rojava mit dem Rücken zur Wand. Denn Erdogan droht mit Krieg. Das syrische Regime und Russland haben zwar angekündigt, eine Invasion durch
die türkische Armee und Islamistenmilizen nicht zulassen zu wollen, doch vor einem Jahr hat der Angriffskrieg und die Besetzung des nordsyrischen Kantons Afrin gezeigt, dass man sich auf solche Zusagen nicht verlassen kann.

Heute ist deshalb mehr denn je transnationale Solidarität gefragt. Am 27.und 28. werden unter dem Motto #riseup4rojava weltweit Aktionen gegen den drohenden Einmarsch Erdogans stattfinden. Aufgerufen dazu haben die Internationalistische Kommune von Rojava, die Ökologiekampagne Make Rojava Green Again und viele andere Gruppen weltweit. Von Afghanistan bis Mexiko gibt es Solidaritätsbekundungen. Die „Global Days of Resistance“ sollen eine Antwort auf die patriarchale und faschistoide Aggression des türkischen Staates gegen Rojava geben.

Am 22.02. wollen wir im Rahmen des Antifa Cafés gemeinsam mit Anselm und Avesta diskutieren, was in Nordsyrien vor sich geht und wie transnationale Solidarität mit Rojava heute aussehen kann.
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Das Antifa-Café findet jeden dritten Dienstag des Monats ab 19:00 in den Räumen des Ernst-Kirchweger-Hauses (Wielandgasse 2-4, 1100 Wien) statt. In der Regel wird es mit Vorträgen, Mobi- und Diskussionsveranstaltungen bespielt, außerdem gibt es Film- und Buchvorstellungen. Es soll Raum geschaffen werden sich zu informieren, sich auszutauschen und zu vernetzen. Wir versuchen an jedem Abend vegane Speisen zu freien Preisen anzubieten, kühle Getränke gibt es garantiert. Es versteht sich von selbst, dass es im Café keinen Platz für Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Nazis, Homophobie und andere Widerwärtigkeiten gibt! Für eine starke, antifaschistische Linke! – Bis zum nächsten Dienstag!