[Buchvorstellung] Die »Föderation Revolutionärer Sozialisten – Internationale« und die österreichische Revolution 1918/19 @Librería Utopía

Freitag, 2. März 2018, 19.00 Uhr
Die »Föderation Revolutionärer Sozialisten – Internationale« und die österreichische Revolution 1918/19
Buchpräsentation, Papiertheater & Diskussion mit Peter Haumer

Ende 1918 brach als Folge des Ersten Weltkrieges die Österreichisch-Ungarische Monarchie zusammen. Am Tag der Ausrufung der Republik Österreich demonstrierten tausende Arbeiter_innen für eine sozialistische Republik. Sie hatten auch konkrete Vorstellungen, wie dies zu bewerkstelligen sei: Selbstorganisierung in Form der Rätebewegung. Mit diesen Vorstellungen versuchten die Mitglieder der »Föderation Revolutionärer Sozialisten – Internationale« (F.R.S.I.) wirkmächtig in »den Lauf der Weltdinge« einzugreifen und die soziale Revolution in Österreich zur Realität werden zu lassen.

Als historische Vorgängerorganisation der KPÖ verkannt, orientierte sie sich vielmehr am Beispiel der revolutionären Obleute in der deutschen Revolution. Ihre kurze Geschichte gibt überraschende Einblicke in den revolutionären Prozess der jungen 1. Republik und 100 Jahre danach könnten ihre Ideen von sozialer Gleichheit, Selbstorganisierung und Pluralismus noch immer eine große Strahlkraft entfalten. Die Föderation, die aus der Geschichtsschreibung »herausgefallen« war, wird durch die Arbeit von Peter Haumer der Vergessenheit entrissen.

Der Autor des jüngst bei mandelbaum kritik & utopie erschienenen Buches, ist zudem Direktor des “1. linksradikalen Papiertheaters von Wean und von der gaunzen Wöd”. An diesem Abend werden werden zwei Szenen aus dem Leben in Wien im Sommer 1919 zum Besten gegeben – eine Weltpremiere.

Link zum Buch: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=840

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