DAfuq: Selbstbestimmung – Pro Choice und Machtverhältnisse @Schenke

*D A F u Q – o p e n f o r a l l g e n d e r s*

Thema – Selbstbestimmung > Pro Choice und Machtverhältnisse
Ort – Die Schenke, Pfeilgasse 33, 1080 Wien
Zeit – 19:45 Uhr bis Ende
Datum – 07.06.2018

“Free and safe access to legal abortion” fordern zahlreiche
internationale Dokumente zu den “Sexual and Reproductive Health Rights” (SRHR).

Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper ist ein
Menschenrecht.
Österreich dagegen so: Schwangerschaftsabbruch ist verboten – im
Strafgesetzbuch, also dem schärfsten legistischen Repressionsinstrument
des Staates. Aber wenn wir brav sind, bzw. die Frist von drei Monaten
einhalten und uns beraten lassen, ist Vater Staat gnädig und sperrt uns
nicht ein – wie bis 1975: bis dahin war Abtreibung noch mit schwerem
Kerker bedroht. Abtreibung ist also nicht legal, nur gnadenhalber
straffrei.

Und wie frei und sicher ist der Zugang zu einem SWA, wenn nur einige
öffentliche Spitäler Abbrüche durchführen? Der Abtreibungstourismus quer
durch Österreich floriert? Abbrüche zwischen 500 und 1000 Euro kosten?
Fundis vor den Ambulatorien Psychoterror machen, Greuelpropaganda
verbreiten und Ärzt*innen Drohbriefe schicken?

Die Abtreibungsfrage ist nach wie vor Spiegel patriarchaler
Machtverhältnisse: die Gebärfähigkeit öffentliches Gut, über das der
Staat bestimmt. Unter Kaiserin Maria Theresia wegen der Soldaten, heute
um ausreichend Steuerzahler*innen zu produzieren. und die Politik
tabuisiert die Abtreibungsfrage.

Was wollen und können wir dagegen tun?

Selbstbestimmung darf nicht nur auf dem Papier stehn, nein,
Selbstbestimmung muss praktisch werden!