Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie Buchpräsentation & Diskussion mit Herausgeber_innen und Autor_innen @Librería Utopía

Freitag, 1. März 2019, 19:00 Uhr
Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie
Buchpräsentation & Diskussion mit Herausgeber_innen und Autor_innen

Marx sprach von Räten als der »endlich entdeckten Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen kann«, Hannah Arendt von einem System, das »selbst nur offenbar wiederholte, was sich bereits vorher ereignet hatte, ohne dass man jedoch von einer bewussten Nachahmung oder einer noch so vagen Erinnerung des Vergangenen sprechen konnte«.

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie 1918 organisierten sich hunderttausende Arbeiter_innen und Sol­daten in Räten – sowohl als Akt sozialer Notwehr angesichts des durch den ersten Weltkrieg verursachten Elends, aber auch im Sinne der Idee einer dauer­haften emanzipatorischen gesellschaftlichen Alternative.

Der Band versammelt Texte zur Geschichte der Rätebewegung in Öster­reich, zu ihrem Verhältnis zu den Bewegun­gen in Ungarn und Deutschland, zur ­Rolle der Frauen in der Rätebewegung, zur psychoanalytischen Dimension dieser »Gemeinschaft der Brüder«, zu auto­didak­tischem Schreiben und dem Publikationswesen dieser Zeit – und nicht zu­letzt zu ihrer Verbindung zu heutigen sozialen Bewegungen.

Gemeinsam mit Autor_innen des Sammelbandes wollen wir an diesem Abend unter anderem der Frage nachgehen, wie aktuell die Räteidee heute noch ist, und was wir aus den historischen Erfahrungen für heutige Kämpfe und Bewegungen mitnehmen können.

Link zum Buch: https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=862
Link zur Veranstaltung auf Zeitdiebin: https://zeit.diebin.at/events/3724

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