Soliparty fürs Kaleidoskop @ekh

Fr 22.11. Soliparty fürs Kaleidoskop

Der anarchistische Raum Kaleidoskop hat Stress und braucht Kohle. Feiern hilft! Mit
Musik von fup (Feminismus und Pöbelei) und vielen tollen Überraschugen werden wir
hoffentlich viel Spaß am Tanzen haben!!! Tanzt für das weiterbestehen des Kaleidos!

Was ist das Kaleidoskop?
…also ich und du und du und ihr und alle!
Wir sind ein Freiraum für Menschen, die abseits von Konsumzwang, Leistungsdruck,
(Hetero-)Normativität und anderen gesellschaftlichen Zwangs- und Diskriminierungsmechanismen
entspannen, feiern, arbeiten, vernetzen, (er)leben, lesen, spielen, Musik
machen, lernen, Tee trinken und ihrer Kreativität freien Lauf lassen möchten.
Auf Basis von gegenseitigem Respekt, Reflexionsvermögen und dem Ausschließen von
gesellschaftlichen Mustern, die uns und andere einschränken und verletzen soll so eine
lebbare Alternative zum kulturellen (Konsum-) Mainstream geschaffen werden.
Freiraum = Raum frei von dir! wenn du dich sexistisch, rassistisch, homophob oder
sonst irgendwie diskriminierend oder unterdrückend verhältst und nicht bereit bist
dich damit selbstkritisch auseinanderzusetzen, hast du weder auf der Party noch im
Kaleidoskop was zu suchen!

“Freiraum – das heißt doch, dass mensch hier alles machen kann worauf person gerade
Lust hat”. Das heißt es nicht!!!

Die Verwendung des Wortes “Freiraum” bezieht sich darauf, dass wir den Raum (=das
Kaleidoskop) möglichst “frei von” diskriminierenden Verhaltensweisen und Mustern
halten wollen, die im “Alltag” und im gesellschaftlichen Umgang von vielen Menschen
verwendet, reproduziert und toleriert werden. Dabei reicht die Bandbreite von autoritären
Verhältnissen in Ausbildung und Arbeit über geschlechtliche und soziale Rollenbilder
oder Ausschlüsse aufgrund von Hautfarbe oder Körpernormen. Dabei ist uns klar,
dass diese Handlungsmuster, Vorstellungen und uns ansozialiserten Umgangsformen nichts sind was sich einfach an der Türe ablegen lässt. Auch, dass wir selbst als organisierende
Personen nicht frei von diesen Mechanismen sind muss klar sein, umsowichtiger
ist es für uns einen Rahmen zu schaffen, in dem wir lernen andere Umgangsformen im
“hier und jetzt” zu leben, statt auf eine Andere ?bessere? Gesellschaft zu warten.
Um einen Freiraum wie das Kaleidoskop erhalten zu können ist Voraussetzung, dass
sich alle, die den Raum betreten, eben nicht nur wie passive Konsument*innen verhalten,
sondern sich aktiv mit den Inhalten des Kaleidoskops und anderen Anwesenden
auseinandersetzen.

Warum machen wir eine Soliparty?
Leider haben wir als Raum massiv mit Polizeirepression zu kämpfen, die durch unsere
Hausverwaltung und unseren Vermieter, sowie unseren Nachbarn ermöglicht wird.
Trotz viel Unterstützung aus der Szene können leider derzeit noch immer keine Veranstaltungen bei uns stattfinden die lauter sind als Gesprächslautstärke. Das Geld das
wir durch Soli Veranstaltungen reinbekommen reicht gerade mal knapp für die Miete
– nicht aber für Betriebskosten und ist gerade ein Anfang um die geplanten Schalldämmungsmaßnahmen umzusetzen.

Das ist nicht nur richtig scheiße, sondern auch sehr zermürbend.

Auch über Sachspenden freuen wir uns sehr: https://kaleidoskop.kukuma.org/

Über was wir uns auch sehr freuen sind Veranstaltungen und Treffen ohne Musik oder
anderen “Lärm”. Filme können gezeigt werden.

Kämpferische Grüße!

PS: Um dem finanziellen Stress ein bisschen entgegenzuwirken haben wir auch ein alternatives
Finanzierungskonzept ins Leben gerufen. Hier nachzulesen:
kaleidoskop.kukuma.org/das-waer-ja-schon-die-halbe-miete/